Neues Jahr, neues Glück?

Angelika Vavala darüber, wie wir unsere guten Vorsätze auch tatsächlich umsetzen

Jedes Mal ist es dasselbe Spiel: An Silvester sind wir voll guter Absichten für das neue Jahr. Mehr Sport, weniger Stress oder ein neuer Job gehören zu den Top 10 der guten Vorsätze zum Jahreswechsel. Doch meist bleibt es bei der Anmeldung im Fitness-Studio. Stattdessen jammern wir weiter, beispielsweise über die Kollegen und den Chef. Unsere Überzeugung wächst dahingehend, dass wir sowieso nichts ändern können und alle anderen dafür verantwortlich sind.

Wie schaffen wir es nun also, unsere Vorhaben umzusetzen, um glücklicher und zufriedener zu werden? Wir benötigen neben einer ordentlichen Portion Motivation und Durchhaltevermögen vor allem einen Plan.

1. Träumen Sie von Ihren Erfolgen

Versuchen Sie sich genau vorzustellen, was die Veränderungen für Vorteile mit sich bringen sollen. Je klarer ich das Bild über das zukünftige Ergebnis schaffe, desto mehr Kraft und Motivation kann ich daraus schöpfen. „Träumen Sie Ihren Erfolg schon einmal vor, das erzeugt positive Gefühle“, empfiehlt auch Gesundheitspsychologe Schlicht. Denkbar ist es für ihn aber auch, sich drastisch vorzustellen, was passiert, wenn man das bisherige Verhalten einfach nicht ändern würde.

2. Vorsätze brauchen klare, realistische und terminierte Ziele

Ein Vorsatz ist immer etwas Unverbindliches, eben ein Wunsch. Sie nehmen sich beispielsweise vor, mehr Sport zu machen. Aber wie viel ist „mehr Sport machen“? Welcher Sport soll es sein? Wann möchten Sie damit beginnen, wie viel Zeit können Sie investieren und was möchten Sie damit erreichen? Eine schönere Figur, bessere Kondition, mehr Anerkennung oder ein gesteigertes Selbstwertgefühl? Genau das ist der große Unterschied zwischen Vorsatz und Ziel. Ein Vorsatz ist etwas, was man gerne hätte. Mit einem Ziel hingegen legen Sie fest, was genau Sie bis wann erreicht haben wollen. Und das am besten schriftlich.

3. Ziele brauchen kleine und realistische Schritte

Doch oft setzt uns die Größe des Ziels unter Druck und stresst uns zusätzlich. Denn der gute Vorsatz „Jeden Tag 10 Kilometer joggen“ ist in unseren Alltag kaum integrierbar. Kleinlaut wird unser Vorsatz meist immer kleiner, bis wir ihn komplett über den Haufen werfen. „Ein schöner Abendspaziergang pro Woche und einmal Joggen am Wochenende“ ist ein Ziel, das auch wirklich umsetzbar ist. Je realistischer mein Ziel ist, desto leichter kann ich es erreichen – ohne Frustration über bleibt meine Motivation hoch.

Wir sind alle unterschiedlich gestrickt und je stärker wir reflektieren, was uns wirklich motiviert und zu uns passt, desto wahrscheinlicher erreichen wir unser Ziel. Nur weil die Kollegin jeden Tag 10 Kilometer läuft, muss das nicht zu jedem passen. Das gilt auch für unsere Arbeitsumgebung: Die einen treibt ein Abgabetermin zu Höchstleistungen an, und sie fühlen sich gestresst oder unwohl, wenn der Schreibtisch zu leer erscheint, während andere unter einem vollen Schreibtisch leiden.

4. Holen Sie sich Unterstützung von einem Profi

Eine weitere Möglichkeit, die meist wirklich guten Vorsätze in die Tat umzusetzen, ist es, sein eigenes Verhalten und seine Denkmuster in Coachings oder auch in Workshops unter die Lupe zu nehmen. Wir tun sehr viel für unsere Körperhygiene, aber leider kaum etwas für unsere Psychohygiene. Auch unserer Psyche tut ein schönes und ausgiebiges Bad sehr gut. Und hier setzen ein gutes Coaching oder eine Weiterbildungsmaßnahme an.

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